DIE DREI FRAGEZEICHEN – Stammeslager 2015

Am 07. August 2015 war es schon wieder so weit: 28 Wendlinger Pfadis brachen auf in ein neues Abenteuer – das Stammeslager 2015. Los ging es am Bahnhof in Wendlingen. Die Fahrt nach Stuttgart war noch ganz lustig, da uns eine Gruppe Kindergartenkinder mit ihren Liedern unterhielt. Von dort stiegen wir dann in den wahrscheinlich heißesten Zug Deutschlands.

Mit vielen Spielen und dem ein oder anderen Buch verging die 7 stündige Fahrt sehr schnell und wir kamen unserem Ziel Hameln immer näher. Vom Bahnhof bis zu unserem Zeltplatz liefen wir noch ca. 40 Minuten und kamen dann wohl erhalten, aber ziemlich K.O., an.

Dort wurden wir von ein paar Mitarbeitern empfangen, die mit dem Auto gefahren waren und zum Glück schon ein paar Zelte aufgestellt hatten. Nach kurzer Verschnaufpause bauten wir auch noch den Rest der Zelte auf und freuten uns dann sehr über das leckere Abendessen.

Das Geheimnis um die verschwundene Stammesflagge

Als am nächsten Tag die Fahne von unserem Fahnenmast verschwunden war, war die Aufregung groß. In den nächsten Tagen mussten wir also ganz nach unseren Vorbildern, den 3 Fragezeichen, das Geheimnis um die verschwundene Stammesflagge lüften.

Wer konnte sie gestohlen haben? Waren es die Kinder vom Nachbarzeltplatz, Fremde oder befand sich der Täter gar unter uns? Um das heraus zu finden, lernten wir in Workshops in den nächsten Tagen, wie man Spuren liest, Fingerabdrücke abnimmt und wurden zu perfekten Detektiven ausgebildet.

Ebenso hatten wir riesen Spaß, als wir in Gruppen auf einer Stadtrallye die Stadt Hameln erkunden konnten und verschiedene Aufgaben gemeinsam bewältigten. Dank der Kanutour konnten wir uns ein wenig von der Detektivarbeit erholen und hatten einen schönen Tag auf und manche auch im Wasser.

Bei einer Stadtführung lernten wir mehr über die Stadt Hameln und den wahren Hintergrund der Geschichte vom Rattenfänger von Hameln. Zu genau dieser Geschichte sahen wir dann auch noch ein Musical, das mitten in der Stadt auf einer Bühne vorgeführt wurde.

Auch eine Wanderung darf auf dem Stammeslager nicht fehlen

Um auch mal die Umgebung von Hameln zu sehen, fuhren wir eines Morgens in ein nahe gelegenes Dorf. Doch schon der Weg dorthin gestaltete sich schwerer als gedacht. Zuerst fuhren wir mit dem Zug ein paar Stationen und von dort wollten wir mit dem Bus weiter. Dieser hatte jedoch nur 17 Plätzen – und so fuhren 30 Pfadfinder und 3 andere Personen in diesem Bus, der nur für einen Bruchteil von uns bestimmt war. Puh, das war eng!

Dort angekommen erklommen wir einen Berg und hatten für die nächsten Kilometer eine schöne Aussicht bei strahlendem Sonnenschein. Von einem Turm, den wir auch besteigen konnten, genossen wir später eine noch weitere Aussicht. Als wir dann am Wegrand unsere Fahne fanden, glaubten wir unseren Augen kaum. Wie konnte sie in den Wald kommen? Wer hatte sie dort verloren oder hingelegt? Dem mussten wir auf den Grund gehen.

An der Stadt, die das Ziel unserer Wanderung sein sollte, angekommen, entschieden sich 4 tapfere Sipplinge und 2 Sippenleiter noch weitere 2 Stunden bis zum Zeltplatz zu laufen und erklommen noch weitere steile Hänge. Der Rest fuhr schon mit dem Bus zurück, da ja auch das Essen vorbereitet werden musste.

Das Rätsel um die Flagge wird gelöst

Wie es sich für ein Wendlinger Lager gehört, machten wir auch eine Nachtwanderung und es gab abends Stockbrot. Dank der großartigen Detektivarbeit unserer Pfadis konnte am letzten Abend auch der Dieb der Flagge gestellt werden. Er befand sich wirklich direkt unter uns! Einer der Leiter hatte sie geklaut, da er an Kleptomanie leidet. Er hatte sie aber aus schlechtem Gewissen in den Wald gelegt, damit wir sie finden würden.

Das Sommerlager verging wie im Flug und schon ging es zurück nach Hause in den Süden Deutschlands. Wir hatten alle wiedermal eine wunderschöne Zeit voller Freundschaft, Verantwortung, Action und natürlich ganz viel Spaß!