Landeslager 2012 – Mittendrin und doch daneben

Ende Juli war es endlich wieder soweit: Zeit für’s Sommerlager. Die Sippe Luchse, die Sippe Wölfe und die Sippe Adler mit 11 Betreuern machten sich dieses  Jahr  Anfang der Sommerferien auf nach Bayern, nach Legau in der Nähe von Memmingen auf das Landeslager 2012.

Schon die Anfahrt erwies sich als ein zu überwindendes Hindernis

Wir fuhren mit dem Gau Teck in zwei großen Reisebussen, die nur irgendwie nicht wirklich voll besetzt waren. Nach der Hälfte der Strecke wussten wir warum: Wir hatten den Stamm Wolfschlugen vergessen, der mit uns eine Kochgruppe bildete. Hieß für den Stamm Wendlingen: Kein Wolfschlugen, kein Essen. Klar, dass wir auf sie warten mussten. Mithilfe neumodischer Kommunikationsgeräte trafen wir uns mit den verirrten Pfadis auf einem Parkplatz an der Autobahn.

Als wir dann gegen Mittag vollständig am Lagerplatz ankamen, prallte schon die Sonne auf uns herunter. Top Wetter zum Zelte aufbauen. Nicht vergessen: Eincremen, Kopfbedeckung und viel trinken. Nachdem wir unsere verschiedenen Zelte aufgebaut hatten, war es auch schon Zeit für die Eröffnungsfeier. Alle 900 Lagerteilnehmer, darunter auch internationale Gäste aus Ländern wie Schweden, Luxemburg, Malta und Zimbabwe, trafen sich dann am Ende des Tages an der großen Hauptbühne wieder, um die Hintergrundgeschichte des Sommerlagers zu erfahren.

Mittendrin und doch daneben… Was heißt es Pfadi zu sein?

10 Tage war es an uns, genau das herauszufinden. Das Lager war in 3 Teillager unterteilt: Erdmännchen, Pinguin und Hirsch. Die drei Tiere begleiteten uns über das ganze Lager hinweg. Das Erdmännchen, sportlich und motiviert, der Pinguin mit seiner intellektuellen Ader und der Hirsch, verantwortungsvoll und weise. Und natürlich ein Pfadi, der noch nicht genau weiß, wer er ist und was ihn besonders macht  – mittendrin und doch daneben.

Die nächsten drei Tage konnten die Pfadis in den drei unterschiedlichen Teillagern Workshops machen, neue Talente entdecken, Ideen entwickeln und den inneren Pfadi entdecken. Neben Jonglierbälle basteln konnte man T-Shirts batiken (oder Socken), Eis selber herstellen, Traumfänger basteln oder Yogakurse belegen. Die Wendlinger-Wolfschlugener-Unterensinger-Gruppe (WeWoUe) entwickelte sich zu einem richtig starken Team. Neue Freundschaften wurden geschlossen, Erlebnisse geteilt, es wurde zusammen gelacht, gegessen, Lagerbauten erstellt, gesungen und zusammen Aufführungen geprobt.

Der Internationale Abend darf natürlich auch nicht fehlen

Mittwochabends stand ein Internationaler Abend auf dem Programm, an dem sich jedes Land präsentieren durfte. Von maltesischen  Tänzen bis zu israelischen Sketchen – alles war dabei. Und das Wolfschlugener Lied „Mittsommernacht bei Ikea“, der Wise Guys erwies sich als echter Hit und rief nicht nur beim schwedischen Publikum Begeisterung hervor. Als Abschluss des Abends durften die WeWoUes noch ihre Choreographie zum Lagerlied beitragen.

Die darauffolgenden Tage wurde Bayern mit allen Sinnen erlebt. Eine Kanutour mit dem Stamm, Besuche im Naturfreibad vor Ort und Mülltrennung nach feinster Art standen auf dem Programm. Wir hatten ein wunderschönes Lager mit viel Sonne, Spaß und neu geschlossenen Freundschaften, da machen wir Mülltrennung doch mit links!

„Mittendrin und doch daneben, also irgendwo im nirgendwo. Suchen draußen, drinnen, außen, innen. Suchen mit allen Sinnen Finden neue Wege, Abenteuer und neuen Weggefährten,  Irgendwo im nirgendwo. Wir sind Mittendrin und doch daneben.“

(Lagerlied des Landeslagers 2012)

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