Stammeslager 2011 – In 10 Tagen um die Welt

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 31. Juli 2011, Wendlinger Bahnhof,  8.15 Uhr. Die Sonne ist an diesem warmen Sommertag schon längst aus ihrem Bett gekrochen, die Vögel zwitschern, alles scheint friedlich in dem verschlafenen Örtchen Wendlingen am Neckar.

Alles? Nein, nicht alles. Eine Horde graugekleideter, mit Rucksäcken bepackte, wildgestikulierende Jugendliche stören die morgendliche Ruhe.
Die Wendlinger Pfadfinder – allzeit bereit zu einem neuen sommerlichen Abenteuer. Der Zug kommt, lässt die Pfadis nach großer elterlicher Verabschiedung einsteigen und fährt los. Aber wohin? Diesen Sommer hat der Stamm Francesco Petrarca für das diesjährige Stammeslager ein besonderes Ziel im Auge: Der Campingplatz Harderhaven, Harderwijk, Niederlande.

Zwanzig Pfadis werden also auf die Niederlande losgelassen. Eine große Gruppe, die sich schon bei der Hinfahrt zweimal verfahren haben. Und denen trotzdem die Lust am Entdecken nicht so schnell vergeht. Sie haben ja auch in den nächsten zehn Tagen sehr viel zu entdecken. Nicht nur Holland, nein, die ganze Welt. „In 10 Tagen um die Welt“  ist das Motto des Stammeslager 2011 des VCP Wendlingen. Jeden Tag bereisen sie imaginär ein neues Land. Sie entdecken, erobern, schmecken, fühlen.

In 10 Tagen um die Welt

Am ersten Tag kommen sie in Holland an und werden gleich beim Zeltaufbau der Herausforderung des abwechslungsreichen niederländischen Wetters gestellt. Nach einer trockenen Nacht reisen sie am nächsten Tag nach China. Bei Spielen wie „Takeshi’s Castle“ oder dem „Reisspiel“ müssen sie Mut und Ausdauer beweisen, kleine chinesische Völkchen vor dem Bösen (die Mitarbeiter) bewahren und natürlich ganz viel Reis essen.

Da ihr Zeltplatz direkt an einem Meeresarm liegt und das Wetter für holländische Verhältnisse richtig gut mitspielt, haben sie die Möglichkeit, zwischen den anstrengenden Reisen zwischen zwei Ländern baden zu gehen, ein Floß (Land Karibik) zu bauen oder sogar zu segeln (Land Norddeutschland). Die zwei letzteren Aktivitäten wurden mehr oder weniger erfolgreich abgeschlossen. Das Floß versank bei einer Anzahl von zwei Personen und beim Segeln wurden bei einigen Gruppen mehr die Paddel benutzt als die Segel. Trotzdem hatten alle einen Riesenspaß bei der ganzen Sache.

Glücklicherweise hat das Weltreiseflugzeug auch mal einen Zwischenstopp in Holland gemacht, denn an einem anderen Tag erkunden sie Amsterdam. Schiefe lange Häuser, viele Kanäle, viele Fahrräder und Leute, die eine ziemlich witzige Sprache reden.

In Amerika weckt sie um 6.00 Uhr in der Frühe mit Trillerpfeife Sir Theo zum Frühsport. Vorbereitung auf den darauffolgenden Tageshajk, der natürlich vorbei an einem mobilen Restaurant einer bekannten amerikanischen Fastfoodkette mit goldenem „M“ führt. Nichts mit „Drive in“ – bei den Pfadis gibt es nur „Walk trough“.

Auch die letzte Nacht ist ein Abenteuer

Nach einem sehr erlebnisreichen, aber doch entspannten Sommerlager verbringen die Weltreisenden noch die letzte Nacht (mehr oder weniger schlafend) aus logistischen Gründen in den sanitären Anlagen des Zeltplatzes. Während also Olli und Barbara am Vorabend das ganze Lagermaterial Richtung Heimat transportieren, schläft die ganze Mannschaft samt Rucksäcken in den Klos verteilt.

Ein etwas seltsamer, aber witziger Abschluss, der aber noch eine Weile in Erinnerung bleiben wird. Und natürlich muss man ja auch was erzählen können daheim, wenn man auf so einer Weltreise war. Zum Beispiel, dass holländische Klos einfach zu klein sind, um mit 10 Leuten darin zu übernachten!

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